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Um Fortschritte bei der Nachhaltigkeit zu erzielen, müssen wir unsere Kräfte bündeln

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Zusammenarbeit heißt das Schlagwort im Streben nach Nachhaltigkeit. Denn der Vorstoß zum Schutz des Planeten reißt die Barrieren zwischen vielen Parteien nieder, die zuvor uneins waren.

Nehmen Sie die Koalition für nachhaltige Bekleidung. Sie hat ihren Ursprung in einer „unwahrscheinlichen Partnerschaft", wie sie es nennt. Im Jahr 2009 verfasste der Einzelhandelsgigant Walmart einen gemeinsamen Brief mit Patagonia, einem Outdoor-Bekleidungsunternehmen, dem ökologische und soziale Verantwortung besonders am Herzen liegt. Darin luden sie die CEOs führender globaler Unternehmen ein, ihre Kräfte zu bündeln und Umweltstandards für die Branche zu schaffen. Zehn Jahre später zählt die Koalition 200 Mitglieder, darunter Top-Marken und Einzelhändler wie Adidas, Gap, H&M und Nike, zudem Hersteller, Akademiker, Regierungsstellen und NGOs. Und sie hat mit dem Higg Index standardisierte Nachhaltigkeitsrichtwerte für die Branche festgelegt. Es gibt natürlich noch mehr zu tun. Brancheninsider weisen auf den hohen Preisaufschlag für viele ethische und nachhaltige Güter hin, der sie für die meisten Verbraucher noch unerschwinglich macht. Aber die Richtwerte existieren. 

Das Aufkommen intelligenter Koalitionen

Andere Branchen - von der Verpackung bis hin zu Haustieren - wählten ähnliche Ansätze, wobei das Ziel zunächst darin besteht, nachhaltige Geschäftsstandards umzusetzen. Inzwischen hat das Weltwirtschaftsforum festgestellt, dass „auf allen Seiten intelligente Koalitionen, schnelle Netzwerke und neue Partnerschaften" entstehen, die nach einer Zusammenarbeit im Umweltbereich streben. 

Auch im Bereich der Mobilität bahnt sich eine Zusammenarbeit an - obwohl dieser Sektor mehr Einflussfaktoren zu haben scheint als die meisten anderen. Zunächst einmal gibt es zahlreiche verschiedene Verkehrsmittel, die sich von Land zu Land, von Stadt zu Stadt unterscheiden. Ein bahnbrechendes Beispiel für die Zusammenarbeit ist Finnland, konkret das Helsinki Mobility-as-a-Service (MaaS)-System. Es bündelt Busse, Taxis, Fahrradfreigaben und andere Mobilitätsdienste in einem Monatsabonnement mit Fahrkarten, Echtzeitdaten und optimierter Reiseplanung. Über eine App namens Whim kann darauf zugegriffen werden. Wenn das System, wie erwartet, den Stadtverkehr weltweit neu gestaltet, dann würde es den Straßenverkehr reduzieren - und damit Staus und Emissionen verringern. 

Kooperation triumphiert über den Wettbewerb

Jede Stadt hat unterschiedliche Verkehrsbedürfnisse. So liegt Helsinki auf einer Halbinsel mit sehr begrenzten Straßen- und Parkmöglichkeiten. Dennoch sind die Verantwortlichen in den Städten zunehmend bereit, ihre Ideen für bewährte Verfahren zu teilen. So wie die Aktionsgruppe C40-Städte für Maßnahmen gegen den Klimawandel. Sie verfügt über Netzwerke für die Flächennutzungsplanung, den Nahverkehr, das Mobilitätsmanagement, die Fußgänger und Radfahrer sowie für Null-Emissions-Fahrzeuge. 

Die Weltbank hat inzwischen auch Nicht-OECD-Länder im Blick, in denen das Wirtschaftswachstum mit einer steigenden Nachfrage nach Kraftfahrzeugen einhergeht. Dr. Nancy Vandycke, eine Wirtschaftsberaterin in der Abteilung Transport Global Practice der Weltbank, hat drei politische Maßnahmen vorgelegt, die ihrer Meinung nach dazu beitragen werden, die zukünftige Nachhaltigkeit im Verkehrssektor zu untermauern.

Zusammenarbeit im Verkehrsbereich

Erstens ist es notwendig, grünere und intelligentere Autos als Teil einer umfassenderen Mobilitätsrevolution zu begreifen, die den öffentlichen Verkehr, das Radfahren, die Fußgänger sowie andere Verkehrsmittel fördert. Dazu gehören neue Seilbahn- und Rolltreppenanlagen in Medellín, Kolumbien, und in Quito, Ecuador, welche die Stadtviertel in den Bergen mit dem Stadtzentrum verbinden. 

Zweitens ist es notwendig, die Zusammenarbeit zwischen der Verkehrs- und der Energieindustrie zu fördern. Die Vorteile von Elektrofahrzeugen und der wachsenden Zahl von Null-Emissions-Bussen werden nur dann optimal genutzt, wenn sie mit sauberem Strom betrieben werden.

Drittens muss das Potenzial der öffentlichen Beschaffungspolitik zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität ausgeschöpft werden. Wie Vandycke betont, können „öffentliche Auftraggeber dem privaten Sektor neue Anreize für Innovationen geben, indem sie strengere Anforderungen an Leistung, Kosten und Umweltauswirkungen stellen".

Man sieht: In einer Zeit, in der es in so vielen Bereichen enorme Umbrüche und einen intensiven Wettbewerb gibt, hängt die Zukunft der Nachhaltigkeit ironischerweise von der Zusammenarbeit ab.

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