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Reifen auf der Rennstrecke: fünf Tipps für den idealen Einsatz

Von den für den Straßeneinsatz zugelassenen Reifen eignen sich Semi-Slicks wie der Pirelli P Zero Trofeo am besten für das Fahren auf einer Rennstrecke. Damit dieser Fahrspaß unter extremen Bedingungen bei größtmöglicher Sicherheit stattfindet, ist es wichtig zu wissen, wie man diese Reifen richtig einsetzt

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Reifen auf der Rennstrecke: fünf Tipps für den idealen Einsatz

Viel Gummi und lediglich ein paar Rillen: Das Rezept eines für den Straßeneinsatz zugelassenen Semi-Slick Reifens wie den Pirelli P Zero Trofeo R scheint einfach zu sein. Tatsächlich verbirgt sich dahinter jede Menge moderner Technologie. Das Fahren auf der Rennstrecke, die perfekte Fahrbahn für diesen Reifen, setzt das Auto erheblichen Belastungen aus. Und auch die Pneus werden extrem gefordert: Starke Längs- und Querbeschleunigungen sowie hohe Temperaturen belasten sowohl ihre Mischung als auch ihre Struktur. Beide Komponenten müssen auch den schnellsten Supersportwagen Leistungsfähigkeit und Sicherheit gewährleisten. Es ist daher unerlässlich, diesen Reifentyp gut zu pflegen, insbesondere vor und nach einem Tag auf der Strecke. Die folgenden Tipps können den Spaß auf dem Circuit noch erhöhen.

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KONTROLLIEREN SIE DIE REIFEN
Vor dem Start auf dem Rennasphalt – oder noch vor der Abfahrt zur Strecke – ist es ratsam, den Zustand Ihrer Reifen einer sorgfältigen Sichtprüfung zu unterziehen. Sowohl übermäßiger Profilabrieb als auch äußere Schäden sollten Sie alarmieren. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an den Reifenhändler Ihres Vertrauens. Aber auch am Ende des Tages, wenn die Heimfahrt ansteht, gehört die Sichtprüfung zur Routine. Denn der Kontakt mit einem anderen Auto, das Aufprallen auf eine Bordsteinkante oder ein Ausflug ins Kiesbett kann die Struktur des Reifens beschädigt haben.

STIMMT DER LUFTDRUCK?
Was Sie auf jeden Fall im Auge behalten müssen, ist der Reifendruck. Die hohe Temperatur, welche die Luft im Reifeninneren während einer flotten Runde erreicht, verändert die Werte erheblich. Aus diesem Grund ist das Einhalten des folgenden Verfahrens entscheidend. Senken Sie nach der Ankunft auf der Strecke den Fülldruck aller vier Reifen auf einen Wert von 0,4 bar unter dem vom Fahrzeughersteller angegebenen Wert ab. Bei Fahrzeugen mit Hinterradantrieb muss der Fülldruck der Vorderreifen um 0,3 bar reduziert werden.

Versiertere Fahrer ziehen es vor, ihre Reifen generell mit einem niedrigeren Druck als dem im Betriebshandbuch angegebenen Wert zu fahren. Aber diese Praxis erfordert viel Erfahrung und ist für Anfänger nicht geeignet: Denn bei der hohen Belastung der Reifen auf der Strecke führt ein zu niedriger Fülldruck mit ziemlicher Sicherheit zu Schäden an der Struktur, weil sie dann keine ausreichende Unterstützung mehr hätte.

DIE REIFEN ZUNÄCHST AUFWÄRMEN
Zwar ist das Einstellen des Drucks auf die oben angegebenen Werte die letzte Vorbereitung Ihres Autos auf die Strecke. Aber das heißt nicht, dass Sie anschließend sofort losjagend können. Ihre Begeisterung als Rennfahrer sowie die starke PS-Leistung Ihres Fahrzeugs sollten nicht schon beim ersten Gasgeben komplett freigesetzt werden. Denn noch sind die Reifen nicht in der Lage, ihre volle Leistung zu erbringen. Es ist ratsam, etwa 25 Kilometer im gemäßigten Tempo zu fahren, bevor Sie das Gaspedal richtig durchdrücken. Dieser Rennstint sollte fünf Runden dauern – auf langen Strecken wie der Nordschleife des Nürburgrings reicht natürlich eine Runde! Sobald sich Ihre Reifen erwärmt haben, kehren Sie zu den Boxen zurück, um den Reifenfülldruck zu messen und ihn anzupassen, falls er den vom Hersteller vorgegebenen Wert überschreitet. Und Achtung: Halten Sie sich länger als zehn Minuten in der Boxengasse auf, wiederholen Sie den oben beschriebenen Vorgang: Senken Sie den Druck um 0,4 bar, wärmen Sie die Reifen auf, und prüfen Sie den Druck danach erneut.

DIE REIFEN ABKÜHLEN LASSEN
Wenn der Tag auf dem Circuit sich dem Ende neigt, verlassen Sie die Strecke niemals unmittelbar nach einer Highspeed-Runde. Die Reifen wie auch die Bremsen und Turbinen müssen sich abkühlen. Darin gleichen sie dem Bedürfnis der Beinmuskulatur nach einem intensiven Training. Ein oder zwei langsame Runden ermöglichen es den verschiedenen Komponenten des Fahrzeugs, in einen normaleren Temperaturbereich zurückzukehren, bevor Sie den Wagen stoppen. Warten Sie nach dem Anhalten, bis sich die Reifen vollständig abgekühlt haben. Bringen Sie daraufhin den Fülldruck wieder auf den vom Hersteller angegebenen Wert.

EINE LETZTE VORSICHTSMASSNAHME
Wir empfehlen, zum Aufpumpen der Reifen normale Druckluft (vorzugsweise getrocknete) zu verwenden. Sie benötigen keine speziellen Gase wie Stickstoff, es sei denn, die verfügbare Luftquelle ist zu feucht. Für gleichbleibende Ergebnisse nutzen Sie immer ein hochwertiges Messgerät. Schließlich raten wir dazu, Metallventile anstelle von Gummiventile einzusetzen, weil sie hitzebeständiger und belastbarer sind. 

Diese Tipps und Vorsichtsmaßnahmen sollen dazu beitragen, an einem Tag auf der Rennstrecke den größtmöglichen Spaß zu haben. Genau den hatten mehr als 200 Supersportwagen während der P Zero Experience, die kürzlich auf dem Yas Marina Circuit in Abu Dhabi stattfand. Es war die erste Station der Pirelli Track Days im Jahr 2019. Im Laufe des Jahres werden weitere folgen, auch in Europa. Machen Sie sich also bereit, Ihren P Zero Trofeo R aufzuwärmen.

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