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Der ultimative
Härtetest

Die weltbesten GT-Fahrer müssen ihre gesamte Leidenschaft und ihr Können einsetzen, um bei der Intercontinental GT Challenge 2019 Powered by Pirelli erfolgreich zu bestehen. Der folgende Bericht gibt einen Vorgeschmack auf einige der härtesten Herausforderungen, vor denen die Piloten in dieser Saison stehen

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Vollgas-Rennen. Auf fünf Kontinenten. Mit fast 100 Fahrern. Die Intercontinental GT Challenge Powered by Pirelli steht für Langstrecken-GT-Rennen in ihrer reinsten Form. Es gibt nicht eine einfache Strecke, die den Fahrern etwas Erholung gönnt. Stattdessen folgt eine atemberaubende Station auf die nächste. So sieht es der Fünf-Rennen-Kalender vor, auf dem einige der hügeligsten Rennstrecken mit den höchsten auf die Fahrer wirkenden G-Kräften stehen.

The ultimate test of endurance

Die Challenge geht in ihre die vierte Saison. Bei ihrer Premiere 2016 gab es drei Rennen. Inzwischen ist sie auf fünf der weltweit größten GT-Events mit insgesamt 63 Stunden Wettkampfzeit angewachsen. In diesem Jahr werden Hersteller und Fahrer bei Rennen in Australien, den USA, Belgien, Japan und Südafrika um Plätze und Punkte kämpfen – und das ausschließlich auf Pirelli Reifen.

Spüre die Hitze
Die Meisterschaft 2019 startete Anfang Februar mit den legendären 12 Stunden von Bathurst in Australien. Eine Reihe der weltweit besten GT-Fahrer sowie etliche nationale Größen traten dort bei einem Rennen an, das in kühler Dunkelheit begann und zwölf Stunden später im hellen Tageslicht endete.

Das Rennen gilt zwar als Langstreckenprüfung, aber: Sprints spielen stets eine wichtige Rolle. Über Sieg und Niederlage entscheidende, den weiteren Karrieren-Verlauf bestimmende Überholmanöver fanden bis in die letzten Sekunden statt. Sie machen das Rennen zu einer Show, deren Ausgang bis zum Schluss offen bleibt.
Stets geht es für die Fahrer darum, den besten Grip zu finden. Aber das ist überaus schwierig, weil sich die Bedingungen kontinuierlich ändern. Wenn die Nacht langsam in die Morgendämmerung übergeht und schließlich die Sonne in den Zenit steigt, sind Temperaturschwankungen von 15 Grad keine Seltenheit. Diese Schwankung wirkt sich während des Rennverlaufs drastisch auf das Handling aus.

Der Anblick ist atemberaubend: In Bathurst donnern Modelle von Bentley und Nissan die Conrod und Mountain Straights hinunter, während agile Autos von McLaren und Audi mit klinischer Präzision in die Haarnadelkurve den Hügel hinauf zur Skyline einfädeln, nur um sich dann wie in einer Achterbahn vom Rand einer Klippe bei The Esses und The Dipper hinunterstürzen. Allein die Namen der Kurven erzählen die Geschichte dieser unglaublichen Strecke.

In Kalifornien alles richtig machen 
Vom 28. bis 30. März werden die Fahrer ein ähnliches Gefühl erleben, wenn sie in ihren kraftstrotzenden GT3-Boliden während der 8 Stunden von Kalifornien durch die legendären Kurvenkombinationen von Laguna Seca jagen: Willkommen zum zweiten Rennen der Challenge. 

Auf dieser erstaunlichen Strecke muss ein Fahrer viele Schwierigkeiten meistern. Ein häufiger Fehler ist die Kollision mit einem Konkurrenten im Bremsbereich auf dem Weg runter zur engen, doppelten Haarnadelkurve, die sich direkt an eine lange Vollgas-Passage auf der Start-Ziel-Geraden anschließt. Überaus wichtig ist es, den unterschiedlichen Grip an verschiedenen Stellen der Strecke zu beachten, zumal der Wind Sand auf die Fahrbahn blasen kann, was die Haftung enorm beeinträchtigt. Jede noch so sorgfältig geplante Reifenstrategie wird über den Haufen geworfen, sollte es zu einer Reifenpanne kommen. Dafür reichen bereits ein unachtsamer Moment und ein zu spätes Bremsen. Über einen langen Zeitraum alles richtig zu machen, ist der entscheidende Erfolgsfaktor eines Langstreckenrennens.

Rund um die Uhr
Im Juli folgt der härteste aller Dauertest: die 24 Stunden von Spa. Alle Beteiligten stoßen dabei an ihre Grenzen – seien es die Strategen an der Boxenmauer, die den sich ständig ändernden Verlauf des Rennens überwachen, oder die Techniker von Pirelli. Sie arbeiten rund um die Uhr daran, dass die Teams über die richtigen Reifen verfügen, um jene Zehntelsekunde zu finden, die am Ende den Unterschied macht. Und selbstverständlich die GT3-Fahrer selbst. Während eines zermürbenden zweieinhalb Stunden langen Stints in der Nacht müssen sie 60 Mal und mehr ohne Crash die beängstigende Links-Rechts-Links-Links-Kurven-Kombinationen bewältigen. Viele werden beim Start des Rennens am Samstagnachmittag dabei sein, aber weniger werden 24 Stunden später das Ziel erreichen. Kein Zweifel: Spa ist das Juwel in der Krone der Meisterschaft.

Das große Ganze sehen 
Und weiter geht die Reise der Challenge zum vierten Kontinent: Asien. In Japan finden im August die 10 Stunden von Suzuka statt. Ein Rennen, bei dem der Kopf das Herz beherrschen muss. Die Fahrer lieben den ersten Sektor der Strecke, eine schnelle Abfolge fließender Links- und Rechtskurven, die nahtlos ineinander übergehen. Mit Hochleistungsreifen von Pirelli und dem unglaublichen Abtrieb, den moderne GT3 Autos bieten, erleben sie dort Fahrspaß pur. Aber um die zehn Stunden zu überstehen und den Teamkollegen im Auto noch frische Reifen übrig zu lassen, müssen die Fahrer diszipliniert bleiben und kluges Reifenmanagement betreiben. Denn zur Kunst des Langstreckensports gehört, stets das große Ganze im Blick zu haben.

Die Strecke von Suzuka gilt als eine der fahrerisch anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt, weil sie viele Richtungswechsel und fast alle Kurventypen enthält. 

Neuland
Das große Finale der Meisterschaft findet im November in Südafrika statt und bietet Bekanntes und Neues. So stehen die neun Stunden von Kyalami zum ersten Mal im Kalender der Intercontinental GT Challenge Powered by Pirelli. Gleichwohl ist die Liste ehemaliger Gewinner auf dieser Strecke – wenn auch in anderen Serien - beeindruckend. Der belgische Rennfahrer Jacky Ickx sicherte sich vier Siege auf dieser Rennstrecke, das Scuderia Ferrari-Team war dreimal erfolgreich, Joest Racing gewann vier Rennen. Weitere Gewinner sind Stefan Bellof und Derek Bell in einem Werks-Porsche 956. Legenden.

Der Kurs von Kyalami wurde erst vor einigen Jahren neu gestaltet. Die Fahrer treffen daher auf einen Circuit, dessen Bedingungen sich denen anderer Strecken angenähert haben. Doch Merkmale der alten Rennstrecke sind geblieben. Dazu gehört Sunset Corner. Der Name der Kurve leitet sich von der untergehenden Sonne ab. Sie scheint den Fahrern direkt in die Augen, wenn sie ihre Autos durch eine schnelle Rechtskurve jagen, bevor sie auf die Bremse steigen, um die nächste Linkskurve nehmen zu können.

Hier wird die Titelentscheidung fallen. Heute weiß noch niemand, wer dann die Favoriten sein werden. Die Mitglieder des siegreichen Teams können dann glücklich auf 63 Rennstunden, spannende Schlachten und Hunderte von Boxenstopps zurück blicken. Um daraufhin den Schlaf nachzuholen, den sie in den Renn-Nächten geopfert haben.

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