04. Mai 2011 – Mit dem Saisonstart der GP2 und GP3 während des Großen Preises der Türkei (06. bis 08. Mai) im Istanbul Park setzt Pirelli sein Comeback im internationalen Rennsport fort. Die beiden Rennserien, die bei den europäischen Formel 1-Rennen das Rahmenprogramm bilden, gelten als Einstiegsklassen in die Formel 1. In der höchsten Klasse des Motorsports engagiert sich Pirelli seit Jahresbeginn als exklusiver Reifenlieferant. Somit rüstet der Hersteller die drei populärsten Rennserien des Motorsports aus.

Den Anforderungen der Organisatoren der GP2- und GP3-Serien gemäß hat Pirelli für die Saison 2011 gezielt Reifen entwickelt, die sich durch eine höhere Leistungsfähigkeit auszeichnen, deren Haltbarkeit aber bewusst gesenkt wurde. Die Zusammensetzung der Mischung wurde im Vergleich zu 2010, als Pirelli alleiniger Lieferant der GP3 war, deutlich verbessert. Diese neuen Eigenschaften sollen nicht nur die Action auf der Rennstrecke fördern. Zugleich sollen sie die Fahrer darin unterstützen, sich eine reifenschonende Fahrweise anzueignen: eine Fähigkeit, die für den Verlauf ihrer weitere Karriere entscheidend ist.

Während der kürzlich abgeschlossenen Tests vor Beginn der Saison hatten die jungen Fahrer Gelegenheit, sich einen ersten Eindruck von den neuen P ZERO Reifen zu machen. Dabei arbeiteten die italienischen Gummiwalzen bei vielen unterschiedlichen Wetter- und Streckenbedingungen fehlerfrei.

Dazu Paul Hembery, Motorsport Direktor bei Pirelli: „Unsere neuen Reifen sind mehr als bereit für die Wettbewerbe der GP2 und GP3. Wir haben während der Tests und der Rennen einige sehr positive Eindrücke von den Fahrern und den Teams erhalten. Wie in der Formel 1 forderten die Organisatoren der GP2 und GP3 ausdrücklich von Pirelli, Reifen mit variabler Haltbarkeit zu entwickeln. Denn das richtige Reifen-Management zu beherrschen ist für die Karriere eines jeden Fahrers enorm wichtig. Darüber hinaus bringt die Eigenart der Reifen ein zusätzliches Spannungselement in die Rennen. In den Rennserien mit identischen Autos und Setups macht die Qualität des Fahrers den Unterschied. Ich glaube, die von uns entwickelten Eigenschaften der neuen Pirelli Rennreifen werden junge Talente fördern und den aufstrebenden Fahrern helfen, ihr Können bei den Rennen zu entwickeln.”

In Istanbul wird Pirelli sowohl die GP2 als auch die GP3 mit der Medium-Mischung ausstatten, weil diese Reifen extrem vielseitig sind. Mario Isola, Rennmanager von Pirelli erklärt: „Der Istanbul Park ist eine relativ komplizierte Rennstrecke. Er hat einen leicht rauen Asphalt und einige anspruchsvolle Kurven, die eine Menge Druck auf den Reifen bringen. Speziell der rechte Vorderreifen ist der größten Belastung ausgesetzt, besonders in der bekannten Kurve acht, eine schnelle und beeindruckende Wendung mit vier Scheitelpunkten. Wir haben uns dazu entschieden, sowohl die GP3 als auch die GP2 mit unseren Medium-Slicks auszustatten, weil Istanbul eine anspruchsvolle Strecke ist, die einen größeren Einfluss auf die Reifenstruktur als auf die Mischung ausübt.”

Der Istanbul Park ist eine 5,338 Kilometer lange Strecke mit einer durchschnittlichen Breite von 15 Metern. Die exakte Breite schwankt zwischen 14,5 und 21 Metern. Der Kurs hat insgesamt 14 Kurven und vier unterschiedliche Höhen mit einer Start-/Zielgeraden von mehr als 650 Metern. Die hügelige Strecke ist zudem für ihren bisweilen sehr holprigen Belag bekannt.

Am Freitag, den 6. Mai, werden die Fahrer der GP3 an zwei Trainings-Sssions teilnehmen, während die Fahrer der GP2 ein Training und ein Qualifying absolvieren. Am Samstag, den 07. Mai, fahren die GP3-Piloten am Morgen das Qualifying. Darauf folgt das Hauptrennen der GP2 um 15:40 Uhr, sowie das Hauptrennen der GP3 um 17.20 Uhr Ortszeit.

Bevor am Sonntag, den 8. Mai, der Große Preis der Türkei startet, findet um 10.25 Uhr das Sprintrennen der GP3 statt, gefolgt vom Sprintrennen der GP2 um 11.35 Uhr.

Die Fahrer der GP2 absolvieren am Samstag 32 Runden und 23 Runden während des

Rennens am Sonntag. Die beiden Rennen der GP3 gehen über jeweils 15 Runden.