PRESSEMITTEILUNG

 

PIRELLI KEHRT ALS OFFIZIELLER REIFENLIEFERANT

DER GP3 SERIE IN DEN GRAND PRIX ZURÜCK 

 

Mailand, Mai 2010 – Der italienische Reifenhersteller kehrt an diesem Wochenende beim Grand Prix in Spanien zum ersten Mal seit 1991 in den Formel-Rennsport zurück. Zudem legt Pirelli ein Angebot vor, um ab der nächsten Saison die Formel 1 mit Reifen zu beliefern.

 

Wenn an diesem Wochenende (07. bis 09. Mai) beim Großen Preis von Spanien in Barcelona die Motoren der Rennwagen aufheulen, startet Pirelli seine Zusammenarbeit mit der neuen GP3 Serie. Das italienische Unternehmen wurde zum Offiziellen Reifenlieferanten der Serie ernannt, die als Sprungbrett für die GP2 ins Leben gerufen wurde. Die GP2 wiederum führt direkt in die Formel 1.

 

Als Trainings-Rennserie für junge, aufstrebende Fahrer entwickelt, besteht die GP3 Serie aus neun Renn-Wochenenden. Jedes dieser Wochenenden besteht aus einer Trainings- und einer Qualifikations-Einheit sowie zwei Rennen. Ziel ist es, den Fahrern eine maximale Zeit auf der Rennstrecke zu ermöglichen und dadurch ihre Lernfortschritte zu beschleunigen.

 

Die Fédération Internationale de l’Automobile FIA mit Sitz in Paris entschied sich für Pirelli als Reifenlieferant für diese wichtige neue Serie. Der Grund: Die Praxis erprobte Fähigkeit des Unternehmens, die Kosten in Grenzen zu halten, und zugleich Hochleistungs-Technologie zu bieten, um so die besten Wettbewerbsbedingungen herzustellen.

 

Acht von neun Rennen finden im Rahmen von Grand Prix-Veranstaltungen der Formel 1 statt, beginnend mit dem Großen Preis von Spanien auf dem Circuit de Catalunya an diesem Wochenende. Die GP3 Serie endet mit dem Großen Preis von Italien auf dem legendären Monza Circuit in der Nähe von Mailand, dem Sitz der Konzernzentrale von Pirelli. Der Rennkalender gibt den Fahrern die Chance, in einem hochkarätigen Umfeld miteinander zu konkurrieren und ihre Fähigkeiten vor Team-Managern aus der GP2 und der Formel Eins zu demonstrieren.

 

Speziell für die von Dallara gebauten GP3 Rennwagen entwarf und entwickelte Pirelli einen Rennreifen. Die Wagen sind mit einem 280 PS starken Zwei-Liter-Turbomotor aus der F1 Abteilung

 

 

von Renault ausgestattet. Das bedeutet: Die Reifen werden während eines Renn-Wochenendes extrem hohen Belastungen ausgesetzt. Doch bei Pirelli gehört es zur Tradition, bei der Entwicklung und dem Design seiner Ultra-High-Performance-Produkte für Straßenautos technologisches Neuland zu betreten. Die dabei gewonnenen Erfahrungen flossen auch in den neuen Reifen für die GP3 Serie ein.

 

Die Fahrer erhalten pro Renn-Wochenende drei Reifensätze für trockene und zwei Reifensätze für nasse Witterungsbedingungen. Die Wettkampfregeln verhindern jegliche Modifikationen an den Reifen. So wurde der Gebrauch veränderter Reifen von den Verantwortlichen der Rennserie strengstens untersagt, um für alle Teilnehmer gleiche Ausgangsbedingungen zu gewährleisten.

 

Obwohl Pirelli stolz darauf ist, langlebige Reifen zu entwickeln und zu produzieren, erfüllte der Konzern die Vorgabe der GP3-Rennleitung: Demnach muss jeder Reifen ein gewisses Maß an Abrieb haben. Einerseits, um den Lernprozess der Fahrer zu unterstützen, andererseits, um die Aktionen auf der Rennstrecke spannender zu machen.

 

Eine Startaufstellung von 30 Fahrern steht bereit, um in Spanien die GP3 Serie zu eröffnen. Zu den Teams, die sich für die Meisterschaft angemeldet haben, gehört auch MW Arden, an dem der Red Bull F1 Fahrer Mark Webber beteiligt ist.

 

„Wir sind erfreut, der offizielle Reifenlieferant der neuen GP3 Serie zu sein,” sagt Paul Hembery, Motorsport Direktor von Pirelli. „Pirelli hat eine lange und traditionsreiche Verbindung mit dem Formel-Rennsport, auf vielen Ebenen bis hoch zur Formel 1, und es begeistert uns, jungen Fahrern dabei zu helfen, ihre Fähigkeiten während einer entscheidenden Phase ihrer Karriere zu verbessern. Als offizieller Reifenlieferant der World Rally Championship hat Pirelli viel Erfahrung, wenn es darum geht, die Anforderungen von prominenten Motorsport-Disziplinen zu erfüllen. Zudem bietet der Konzern außergewöhnliche Produkte und ein hohes Service-Level. Unser Konzept für die GP3 Serie weicht davon nicht ab. Zudem ermöglicht es uns aufschlussreiche Erfahrungen mit Blick auf die Formel 1. Denn wir haben ein Angebot abgegeben, ab der nächsten Saison als Reifenlieferant der Formel 1 zu agieren. Wettbewerb gehört zur DNA von Pirelli und deshalb glauben wir, dass die Lieferung eines Einheits-Reifens keineswegs unvereinbar ist mit

 

 

 

 

einem aufregenden sportlichen Spektakel. In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen: Unser erstes sportliches Engagement in diesem Jahr war ein Rennen mit freier Reifen-Wahl, die Rallye Monte Carlo im Januar. Sie endete mit einem großen Sieg für uns. Pirelli ist also in der Lage, jede Herausforderung erfolgreich anzugehen.”

 

Pirelli kündigte kürzlich an, ein Angebot für die Reifenlieferung der Formel 1 ab 2011 abzugeben. Das bislang letzte Engagement des italienischen Unternehmens in der Formel 1 endete mit dem letzten Rennen der Saison 1991. Damals gewann Nelson Piquet im Benetton-Ford den Großen Preis von Kanada.