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Winter Safety, so kommen Fahranfänger*innen sicher durch den Winter

Während der kalten Jahreszeit sorgt die Witterung oft für ungemütliche Zustände auf den Straßen. Das stellt insbesondere Fahranfänger*innen auf die Probe. Die folgenden Tipps helfen ihnen, Unfälle zu vermeiden

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Winter Safety, so kommen Fahranfänger*innen sicher durch den Winter

Dunkelheit, Nebel, Nässe, Eisglätte, Schnee: Für Autofahrer*innen sind Herbst und Winter eine echte Herausforderung. Das gilt insbesondere dann, wenn sie ihre Führerscheinprüfung erst vor wenigen Monaten bestanden haben und ihnen folglich noch die Routine fehlt. Doch wenn sie die nachstehenden Empfehlungen beherzigen, tragen sie viel dazu bei, sich und andere Verkehrsteilnehmer zu schützen.

Wintertaugliche Reifen fahren

In Deutschland und vielen anderen Ländern sind Winter- oder Ganzjahresreifen Pflicht, sobald winterliche Straßenverhältnisse herrschen. Diese Reifen sind auf ihrer Flanke mit dem Schneeflocken-Symbol im Bergpiktogramm gekennzeichnet. Es signalisiert, dass sie einen offiziellen Test bestanden haben und wintertauglich sind. Ebenso wichtig sind der richtige Fülldruck sowie die Profiltiefe der Reifen. Auch wenn der Gesetzgeber eine Mindestprofiltiefe von nur 1,6 Millimetern vorschreibt, sollten Winter- und Ganzjahresreifen mindestens drei bis vier Millimeter Restprofil besitzen. Andernfalls verlängern sich ihre Bremswege erheblich.

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Auto vor Fahrtantritt vorbereiten

Eine sichere Fahrt erfordert, zuvor sämtliche Scheiben, Blinker, Rücklichter und Scheinwerfer sowie das Autodach von Schnee und Eis zu befreien. Achtung: Eis auf der Frontscheibe nicht mit heißem Wasser entfernen. Die Temperaturunterschiede können zu Rissen führen oder die Scheibe springen lassen. 

Hightech ist gut, aber nicht ausreichend

Moderne Automobile verfügen über elektronische Fahrhilfen wie das Antiblockiersystem ABS oder die Elektronische Stabilitätskontrolle ESP. Insbesondere in der kalten Jahreszeit leisten sie gute Dienste. Zudem gelten allradgetriebene Automobile als sehr wintergeeignet, insbesondere dann, wenn sie über automatische Sperren verfügen, die das Durchdrehen einzelner Räder verhindern. Doch Vorsicht: Fahrhilfen und Allradantrieb können die Risiken glatter Straßen nicht beseitigen. Insbesondere beim Allradantrieb neigen Fahranfänger*innen fälschlicher Weise dazu, den guten Vortrieb bei winterlichen Bedingungen auf das Bremsen zu übertragen.

Tempo reduzieren und genügend Abstand halten

Überhöhte Geschwindigkeit und zu geringe Sicherheitsabstände zum vorausfahrenden Fahrzeug sind die häufigsten Unfallursachen. Bei Nässe, Schnee und Glatteis sind daher ein angemessenes Tempo und ausreichende Abstände ein Muss! Richtwert: Die Fahrgeschwindigkeit auf dem Tacho durch zwei teilen. Das Ergebnis ist der Mindestabstand in Metern. Bei 50 km/h also mindestens 25 Meter.

Anfahren vor Steigungen sowie bei Glätte

Wie fährt man das Auto vor der Auffahrt ins Parkhaus oder an der Ampel vor einer steilen Kurve an, ohne es abzuwürgen? Fahranfänger*innen sollten mit angezogener Handbremse im ersten Gang nur wenig Gas geben und zugleich die Kupplung leicht kommen lassen. Sobald es unter dem Gaspedal kribbelt – meist bei etwa bei 1500 bis 2000 U/min - und der Gang spürbar greift, lösen sie die Handbremse vorsichtig, bis der Wagen sich vorwärts bewegt. Auf Glatteis oder hohem Schnee hat es sich bewährt, im zweiten Gang mit schleifender Kupplung anzufahren - mit oder ohne Hilfe der Handbremse. 

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Sicher fahren bei Aquaplaning

Bei Aquaplaning können die Reifen das Wasser nicht mehr schnell genug aus ihrer Lauffläche verdrängen. Sie schwimmen auf und verlieren den Bodenkontakt. Bei Tauwetter besteht Aquaplaning-Gefahr überall dort, wo das Wasser nicht richtig ablaufen kann. Insbesondere in Senken, Unterführungen und Spurrinnen. Auf diesen Straßenpassagen ist eine vorsichtige Fahrweise ein absolutes Muss. Ebenso wichtig ist, den Wasserschwall an den Reifen des vorausfahrenden Autos zu beobachten. Bei Aquaplaning-Gefahr gilt: Radio aus, Tempo runter, Konzentration hoch. Wer dennoch in Aquaplaning gerät, darf keinesfalls bremsen! Stattdessen heißt es, auskuppeln und das Lenkrad gerade halten, bis die Reifen wieder an der Straße haften. Für Autos mit Automatik gilt: Den Gang bzw. die Fahrstufe nicht wechseln und den Fuß langsam vom Gas nehmen.

Sicher durch jede Kurve 

Lang gezogene oder dicht aufeinander folgende Kurven können Fahranfänger*innen ins Schwitzen bringen. Was sollten sie tun? Beim Einfahren in die Kurve: Fuß vom Gas und Geschwindigkeit drosseln, zudem herunter schalten und möglichst wenig bremsen. Dann weich einlenken, bis der für die Biegung ideale Lenkeinschlag erreicht ist. Daraufhin etwas beschleunigen, ohne zu schalten. Erst wenn die Straße wieder gerade verläuft, kann im nächsthöheren Gang Geschwindigkeit aufgenommen werden.

Ein Grundsatz gilt in Kurven immer: Niemals gleichzeitig lenken und bremsen. Im Notfall heißt es: Zunächst das Lenkrad gerade stellen und erst dann auf die Bremse treten. Knapp vor dem Straßenrand die Bremse wieder lösen und zurück in die Kurve lenken. Das erfordert Überwindung und sollte in Sicherheitstrainings geübt werden.

Bremsen auf glatter Fahrbahn

Wer ein Auto ohne Antiblockiersystem (ABS) fährt, muss auf glatter Fahrbahn auskuppeln und das Bremspedal mit geringem Druck betätigen. Die Reifen sollten nicht blockieren, denn in diesem Fall verlieren sie völlig die Haftung. Bricht das Auto aus, müssen Fahrer*innen sofort von der Bremse gehen. Anschließend in die gewünschte Fahrtrichtung lenken und erneut bremsen. Hat das Auto ABS, können Fahrer*innen gleichzeitig bremsen und lenken. Dabei muss das Pedal voll durchgedrückt werden, damit das Antiblockiersystem richtig arbeiten kann. Ein ratterndes Bremspedal signalisiert ein funktionierendes und arbeitendes ABS. Pulsiert hingegen das Pedal bei normaler Fahrweise, ist die Geschwindigkeit für den Untergrund zu hoch.

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Wenn es schneit

Bei Schneefall sogleich das Tagfahrlicht des Autos anschalten. Verdichten die Flocken sich zu einem Schneetreiben und schränken die Sicht stark ein, müssen zudem das Abblendlicht angeschaltet und der Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug deutlich verlängert werden. Denn der Bremsweg kann sich bei Schnee trotz Winterreifen um ein Mehrfaches verlängern. Bei Neuschnee gilt: Besser im frischen Schnee fahren, als in der Fahrspur des voraus fahrenden Autos. Denn in der vorgefahrenen Spur verdichtet sich der Schnee schnell zu Eis und wird rutschiger. Auf unberührtem Schnee können die Reifen besser haften. Um zu verhindern, dass die Räder auf Schnee durchdrehen oder sich festfahren, gehören langsames Beschleunigen und frühes Schalten in den höheren Gang zur sicheren Fahrweise.

Achtung: Blitzeis

Blitzeis entsteht, sobald Regentropfen auf den kalten oder gar gefrorenen Boden treffen und dabei sofort zu Eis erstarren. Befindet man sich bereits auf der vereisten Straße, gilt es, die Gefahr frühzeitig zu erkennen. Dabei hilft ein Blick auf die Außentemperatur. Sinken die Temperaturen unter 4 Grad Celsius, steigt das Blitzeis-Risiko. Wer auf Blitzeis ins Schleudern gerät, muss das Lenkrad festhalten und die Kupplung durchtreten – oder auf „N“ schalten. Droht das Auto von der Fahrbahn abzukommen, vorsichtig und keinesfalls ruckartig gegenlenken. Danach sehr behutsam bremsen, um die Geschwindigkeit zu drosseln und die eigene Spur zu halten.

Sicher Autofahren bei Nebel

Um auch im Nebel den Durchblick zu behalten, sollte der erste Griff der Fahranfäger*innen an die Abblendlichter gehen. Die Nebelleuchten kommen erst ab einer Sichtweite unter 100 Metern zum Einsatz. Weil dieser Abstand in nebeliger Umgebung schwer einzuschätzen ist, können Autofahrer*innen sich an der Stoßstange des Vordermanns orientieren. Ist die im Nebel nicht mehr zu erkennen, werden die Nebelleuchten eingeschaltet. Parallel dazu ist der Abstand zum vorausfahrenden Auto umgehend zu vergrößern. Generell gilt: Der Abstand sollte mindestens so groß wie die maximale Sichtweite sein. Um zu vermeiden, dass die Autoscheiben beschlagen und somit die Sicht versperren, sind sie stets ausreichend zu beheizen. Empfohlen wird eine Innentemperatur von mindestens 22 Grad Celsius.

Zugegeben: Das sind eine Menge Tipps. Viele der empfohlenen Verhaltensweisen werden im Laufe der Jahre zur Routine. Dennoch sollten Fahranfänger*innen nicht allein auf die Zeit setzen, sondern sich auf Übungsplätzen und bei Fahrsicherheitstrainings auf den Ernstfall vorbereiten.

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