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Die Geheimnisse der Herstellung eines Pirelli Sportreifens

Wenn wir über Ultra High Performance sprechen, dann sprechen wir über den P Zero. Hier sind seine Geheimnisse

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Die Geheimnisse der Herstellung eines Pirelli Sportreifens

Ultra High Performance Reifen basieren auf einer Voraussetzung, die bereits in ihrem Namen deutlich wird: sicherzustellen, dass jedes Auto, das mit ihnen ausgestattet ist, die bestmögliche Leistung erbringt. Aus diesem Grund können sie sich einer zentralen Anforderung nicht entziehen: für jedes Modell maßgeschneidert zu sein, um das Beste aus den spezifischen Eigenschaften herauszuholen, das jedes Modell von ihnen charakterisiert. Der Perfect Fit-Strategie von Pirelli entsprechend wird daher für jedes Fahrzeugmodell in einer einzigartigen Kombination aus Technologien, Prozessen und Materialien ein Reifen entwickelt, dessen Eigenschaften perfekt zu den Merkmalen dieses Fahrzeugmodells passen. Auf diese Weise gelang es dem P Zero, über 1.000 Typgenehmigungen zu erhalten und von den renommiertesten Automobilherstellern der Welt ausgewählt zu werden.

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DIE TECHNOLOGIE DER LEISTUNG

Nach gängiger Meinung kann ein Sportreifen an der Höhe seines Profils erkannt oder, einfacher ausgedrückt, an der Höhe seiner Seitenwand. Früher mag die Gleichung "Sport = niedrig" vielleicht zutreffend gewesen sein, heute ist sie das nicht mehr: Vielmehr ist es die Art der technologischen Innovationen, und nicht das äußere Erscheinungsbild, welche die sportlichen Eigenschaften eines Reifens bestimmen.

Modernste Materialien verbessern ihre Wirksamkeit in mehrerer Hinsicht: So ist beispielsweise der jüngste P Zero aufgrund der Nylon- und Aramid-Hybridschnüre in den Reifengürteln widerstandsfähiger und leichter als die Vorgängerversion.

Hinzu kommen die Mischungen, die für jeden Reifen speziell entwickelt werden: Der P Zero der jüngsten Generation existiert in drei Varianten: eine für Luxuslimousinen, eine für Sportwagen und der P Zero Corsa für Supersportwagen. Jeder dieser drei Reifen hat seine eigene spezifische Mischung, die unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden muss: So verfügt der P Zero Corsa über eine aus dem Rennsport stammende Mischung, weil seine Aufgabe darin besteht, mit extrem hohen Geschwindigkeiten zu fahren und deshalb sehr hohen Temperaturen standzuhalten.

Reifen für Supersportwagen, auch für straßenzugelassene Versionen, bestehen aus differenzierten Mischungen für verschiedene Teile des Profils. Eine etwas weichere Variante an der Außenseite ermöglicht verbesserte Kurvenfahrten, eine härtere an der Innenseite erzielt perfekte Reaktionen auf der Geraden. 

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EINE FRAGE DER  BLÖCKE UND HOHLRÄUME

Zum Profil: Das Design der Lauffläche des P Zero Corsa und des P Zero für GT-Fahrzeuge ist außen mit breiten Blöcken ausgestattet, um eine erhöhte Stabilität bei schnellen Kurvenfahrten zu gewährleisten. Der P Zero für Sportlimousinen hingegen setzt dank seines optimierten Einsatzes für Autofahrten auf Komfort.

Die für den Straßeneinsatz bestimmten P Zero-Reifen für Sport- und GT-Limousinen verfügen über vier Längsrillen zur Wasserableitung bei Regen und zur Vermeidung von Aquaplaning-Phänomenen. Demgegenüber verfügen die leistungsorientierten P Zero Corsa-Modelle nur über drei Längsrillen, die dennoch ein Optimum an Sicherheit auf nassen Oberflächen garantieren. Um die Leistungsfähigkeit eines Sportwagens optimal zu nutzen, wurde der UHP-Reifen so konzipiert, dass die größtmögliche Standfläche in Kontakt mit dem Asphalt bleibt, um die Stabilität des Fahrzeugs zu erhöhen und die Leistung so effizient wie möglich zu verteilen.

Die Markierungen auf der Flanke eines Reifens geben unter Verwendung eines Buchstabens des Alphabets die Höchstgeschwindigkeit an, für die er typengeprüft ist (Geschwindigkeitscode): Der P Zero kann drei Geschwindigkeitscodes anzeigen, W, Y und (Y). Er ist für Fahrzeuge zugelassen, die eine Höchstgeschwindigkeit von 370 km/h erreichen können.

EINE LÖSUNG FÜR ZAHLREICHE ANFORDERUNGEN

Seit ihrer Markteinführung haben die Reifen der P Zero-Familie mehrere revolutionäre Modifikationen durchlaufen. Zum Zeitpunkt des Debüts des P Zero-Reifens in den 80er Jahren gab es nur drei Parameter, welche die Automobilhersteller von Pirelli forderten: sie wollten einen Sportreifen, der den hohen Geschwindigkeiten während eines Rennens standhalten und bei trockenen Bedingungen ebenso wie bei Nässe ein hervorragendes Handling aufweisen musste.

Heute reichen diese Parameter nicht mehr aus, denn die Automobilhersteller haben zudem höchste Ansprüche an die Sicherheit und Nachhaltigkeit der Reifen. Im Laufe der Zeit mussten darüber hinaus weitere Eigenschaften berücksichtigt werden, die immer bedeutsamer wurden. Und so muss die jüngste Generation des P Zero mittlerweile zwölf Parameter erfüllen. 

Zusätzlich hinzu kamen Anforderungen an die Laufleistung, den Geräuschpegel, den Komfort, das Aquaplaning längs und quer, das gleichmäßige Handling, das Gewicht, den Rollwiderstand sowie das Bremsen bei Nässe. Bei allem Ehrgeiz ist es aufgrund der physikalischen Eigenschaften eines Reifens und den daraus resultierenden sogenannten Zielkonflikten schon fast ein Widerspruch, zu versuchen, sämtliche Parameter gleichzeitig zu erfüllen. Aber nur fast, denn wir sprechen hier von einer Sportlegende, einem geborenen Wettbewerbsreifen.

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