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Das „unmögliche“ Auto,
hergestellt in Turin

Drei Jahre nach der Vorstellung des Konzepts seines Hybrid-Hypercars präsentiert der junge italienische Automobilhersteller Frangivento den Prototyp

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hergestellt in Turin
Das „unmögliche“ Auto,
hergestellt in Turin

Die Herausforderung bei der Entwicklung eines Hybrid-Plug-in-Hyperautos spiegelt sich im Namen des kürzlich vorgestellten Prototyps des Autoherstellers Frangivento. Es heißt „Asfanè“. Der Begriff stammt aus dem Dialekt der Region Piemont in Norditalien, wo der Autobauer ansässig ist. Er lässt sich mit „kann man nicht“ oder – direkter – „unmöglich“ übersetzen. Hinzu kommt der zweite Teil des Namens - "Dieci Dieci", was aus dem Italienischen übersetzt „Zehn Zehn“ bedeutet. Das vermittelt ein Gefühl für das Erreichte, denn entgegen aller Erwartungen wurde der Asfanè Dieci Dieci hergestellt und enthält einen 1.010 PS starken Motor.

Zusammen mit seinem zum Nachdenken anregenden Namen besitzt Frangiventos Debüt-Hyperauto ein kraftvolles Erscheinungsbild und ein dementsprechendes Temperament. Nach den Worten seines Designers ist es ein „hochleistungsfähiger, ökologisch nachhaltiger, all- italienischer Traum, der wahr wird“.

Das Auto entspringt der gemeinsamen Idee des italienischen Unternehmers Paolo Mancini und des Designers Giorgio Pirolo. Sie verpflichteten in Moncalieri bei Turin Handwerksmeister, die das Auto in Handarbeit fertigten. Unterstützung erhielten Mancini und Pirolo von einem Netzwerk italienischer Spitzenunternehmen, die an das Projekt glaubten - darunter auch Pirelli.

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Hochleistung
Die Gesamtleistung des Allradwagens von 1.010 PS wird durch einen V10-Turbobenziner im Heck und zwei Elektromotoren über der Vorderachse erreicht. Die Entwickler machten es sich zur Aufgabe, das Gewicht des Autos zu reduzieren und die Kraftstoffeffizienz durch die Verwendung hochwertiger, leichter Materialien zu steigern. Die Karosserie besteht aus Kohlefaserteilen, hergestellt in einer Werkstatt in der Region Langhe in Piemont, und satinierten, geschlagenen Aluminiumblechen, die von den langjährigen Fähigkeiten der piemontesischen Handwerker profitieren.

Das Auto hat viele aerodynamische Eigenschaften – passend für ein Unternehmen, dessen Name Frangivento auf Deutsch „Windschutz“ bedeutet. Das Profil des Autos ist eine einzige keilförmige Linie, die sich vom hinteren Radkasten entlang des gesamten Fahrzeugs bis zur vom Trimaran beeinflussten Nase erstreckt und unverkennbar von Formel E Rennwagen inspiriert ist. Es gibt auch eine aktive Aerodynamik, was bedeutet, dass einige Bauteile, wie die einziehbaren Scheinwerfer, sich bewegen.

Die Vorder- und Hinterräder aus Aluminiumguss und Carbon-Legierung sind für Reifen unterschiedlicher Größe geeignet, insbesondere für 19-Zoll Pirelli P Zero Reifen an der Vorderachse und 21-Zoll Pirelli P Zero an der Hinterachse. Das auf dem Dach des Autos installierte „Gehirn“ fungiert als Schnittstelle zwischen Mensch und Auto, indem es die Front- und Rückfahrkameras nutzt. Auch der Scheibenwischer verfügt über eine Kamera, welche die Sicht aus dem Cockpit erleichtert.

Der „Wow-Faktor“
Der Prototyp wurde am 30. Mai im Nationalen Automobilmuseum in Turin – bekannt als Mauto – enthüllt und am 2. Juni beim italienischen Tag der Republik in der italienischen Botschaft in Monte Carlo vorgestellt. Das Interieur wurde seit der Präsentation des Concept Cars auf dem Autosalon in Turin 2016 komplett neu gestaltet. In der Fahrgastzelle finden sich stilistische Aspekte, die noch aufsehenerregender sind als das äußere Design.

Zum Öffnen der Flügeltüren drückt man einfach den Abzug einer der zwei vergoldeten Pistolen – eine Hommage an die Startpistole des legendären 24 Stunden Rennens in Le Mans. Und der Schalthebel mit einer kompletten Miniaturfigur des Asfanè ist eine kleine Skulptur für sich.

Verglichen mit der üblichen Zweckmäßigkeit von Sportwagen wurden hier Komfort und Ergonomie mit dem Ziel favorisiert, eine Fahrgastzelle mit der ganzen handgenähten und gepolsterten Leichtigkeit einer luxuriösen „Lounge“ zu schaffen, die auf den Geschmack jedes Kunden zugeschnitten ist. Und es scheint zu funktionieren – während die Leistungsbewertung des Autos noch offen gelegt werden muss, heißt es, dass der Prototyp Asfanè DieciDieci bereits einen Käufer gefunden hat.

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