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Der Lotus, der die Formel 1 veränderte

Der Lotus 49, mit dem Graham Hill 1968 seine letzte Formel 1 Meisterschaft gewann, war das erste Auto, das mit dem Logo eines Titelsponsors wie Imperial Tabacco lackiert war

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Der Lotus, der die Formel 1 veränderte

Zu den vielen Höhepunkten des Großen Preises von China, dem 1.000. Rennen in der Formel 1, gehörte ein Auto, das selbst Geschichte geschrieben hat – es wurde am Freitag vor dem Rennen in der F1 Pirelli Hot Laps Garage ausgestellt.

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Wir sprechen von dem legendären, von einem Cosworth Motor angetriebenen Lotus 49, der 1967 debütierte und bis 1970 für Aktion auf der Strecke sorgte. Bei seinem ersten Grand Prix Sieg saß Jim Clark am Steuer, doch in der Pirelli Hot Laps Garage in China war das Modell zu sehen, mit dem Graham Hill 1968 den Titel gewann. Dazu reichten ihm drei Siege (Spanien, Monaco und Mexiko) sowie zwei zweite Plätze. Es war zugleich die letzte Meisterschaft, die Graham Hill gewann.

Doch sein Auto hat auch aus weiteren Gründen Geschichte geschrieben: In der unverwechselbaren Gold Leaf-Lackierung war der Lotus 49 das erste Auto, das von einem großen Sponsor profitierte. Gold Leaf, im Besitz von Imperial Tobacco, kam vor 51 Jahren zum Grand Prix von Monaco an Bord und veränderte seitdem die Art, wie Formel 1 Teams sich finanzieren.

Zudem wies der Lotus 49 in Monaco erstmals aerodynamische Flügel auf, was das gesamte Erscheinungsbild sowie die technische Philosophie des Sports grundlegend veränderte. Somit war der Lotus 49 in vielerlei Hinsicht ein Pionier.

Damon Hill, der Sohn von Graham, wurde 1996 selbst Weltmeister und ist heute Kommentator für Sky TV. In China steuerte er das bahnbrechende Auto für eine spezielle Zwei-Runden-Demonstration über den Track. Anschließend kamen Fahrer und Auto für eine besondere Zeremonie zur Pirelli Hot Laps Garage. Dabei wurde ein Erinnerungsposter enthüllt, um 1.000 Formel 1 Rennen zu feiern.

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Damon war erst 15 Jahre alt, als sein Vater bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, und erst acht Jahre, als Graham den legendären Gold Leaf Lotus fuhr. Aber wie Damon in seiner Autobiographie schreibt - einem der rauesten und ehrlichsten Bücher über den Rennsport, die je veröffentlicht wurden - beeinflussten Grahams Heldentaten seinen Sohn tief und nachhaltig.

Der Gold Leaf Lotus 49 verkörpert diese Ära perfekt. Die schlanke, zarte Zigarrenröhre ist von einer fragilen Schönheit, doch als Rennwagen war sie von nahezu brutaler Effizienz. Insgesamt wurden mit dem Auto 12 Siege und vier Titel errungen - darunter die Meisterschaft 1968.

Im Vergleich zu den heutigen F1 Autos ist der Lotus nicht besonders schnell. Aber die Fähigkeit und der Mut, den Boliden an seine Grenzen zu treiben – und dabei ständig die Grenze der Reifenhaftung zu spüren und die schrecklichen Folgen einer Überschreitung zu kennen - kommen aus einer anderen Welt. Diese edle Tradition wurde bei dem 1.000 Rennen gewürdigt. Und Pirelli war stolz darauf, Damon und den legendären Lotus in seiner Garage begrüßen zu dürfen.

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