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Die Muse in den Reifen: über 100 Jahr visuelle Kommunikation

Seit über 100 Jahren vereint Pirelli moderne Technologie mit kreativer Kunst. Eine erfolgreiche Kombination, wie die Geschichte des Unternehmens zeigt. Der Hightech-Konzern veröffentlichte jetzt in einem einzigartigen Band die für ihn kreierten Kunstwerke aus zehn Jahrzehnten

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Die Muse in den Reifen: über 100 Jahr visuelle Kommunikation

Ein Reifen hinterlässt seine Spuren. Sie führen vom Meazza Stadion in San Siro über die Via Manzoni in Mailand zu den Wolkenkratzern New Yorks und der Basilius Kathedrale in Moskau: Werbeplakate von Pirelli zieren die Straßen dieser Welt. Und erregen die Aufmerksamkeit der Vorbeifahrenden und Passanten. Denn es handelt sich um moderne Kunstwerke, geschaffen von Kreativen wie Armando Testa, Bruno Munari, Bob Noorda und Lora Lamm. Jeder von ihnen eine bekannte Größe in den Metiers Grafikdesign, Illustration, Malerei und Produktionsdesign. Jeder von ihnen trug dazu bei, den besonderen Stil von Pirelli zu prägen.

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Zu sehen ist dieser Stil in folgendem Video. In dem Clip wird das Buch „Die Muse in den Reifen. Ein Jahrhundert Kunst für Pirelli Produkte“ vorgestellt. Es präsentiert die bunte und stilvolle Welt des Pirelli Designs vergangener Jahrzehnte. Giovanna Ginex gestaltete den illustren Band, den die Pirelli Foundation im renommierten Corrani Verlag veröffentlichte. 

Die Künstler erzählen in ihren Werken die Firmengeschichte von Pirelli auf eine ebenso unkonventionelle wie facettenreiche Weise. Dazu nutzten sie unterschiedlichste Werte, Visionen und Geschichten, die den Betrachter neue Welten eröffneten und ihn inspirierten. Was die Werke eint: Jede dieser Inszenierungen  verkörpert die Seele des Gummis – mal als Regenmantel, mal als High Heels, mal als Schuhsohlen oder Schwämme, doch vor allem als Autoreifen.

Ein schwarzes Stück Gummi kreativ in Szene zu setzen, ist alles andere als trivial. Um ihnen das Produkt Reifen näher zu bringen, lud Pirelli die für das Unternehmen tätigen Künstler zu Werksführungen ein. Die kreativen Köpfe sollten ein möglichst genaues Bild von der Arbeit und dem Aufwand erhalten, die mit der Entwicklung und Produktion eines unscheinbar wirkenden Pneus verbunden sind. Wie sich zeigte, halfen die dabei gewonnen Eindrücke dem Schaffen der Künstler auf die Sprünge.

Ihre für den Konzern gestalteten Werke sind in einem Bildband vereint. Das Buch erzählt die Geschichte einer fruchtbaren Zusammenarbeit, die bereits in den frühen Jahren der Firmengeschichte begann. Denn schon 1872 beauftragte Pirelli Kunstmaler mit der Aufgabe, die Räume der neu entstandenen Fertigungsstätte zu gestalten. Die Unternehmensführung erkannte schnell das große Potenzial ihrer Arbeiten und ließ fortan auch die Werbeanzeigen für Konzernreifen von Kreativen gestalten. 

Das charakteristische, langgezogene P des Pirelli Logos erschien dann erstmals 1907. Seine Entstehung wird auf die Signatur des Pirelli Gründers Giovanni Battista Pirelli zurückgeführt. Es verkörpert zugleich die Flexibilität der eingesetzten Gummimischungen in der Reifenproduktion. 

Zwischen 1948 und 1972 illustrierten hochkarätige Künstler wie Renato Guttuso, Alessandro Mendini und Pino Tavaglia das Pirelli Magazin Pirelli: Rivista d’informazione e di technica. Das Magazin basiert auf einer Idee von Leonardo Sinisgalli und wurde später von Arrigo Castellani realisiert. Es war vom Geist moderner Zeitschriften jener Zeit inspiriert und erschloss sich in kurzer Zeit eine große Leserschaft. Im Mittelpunkt des Magazins standen Beiträge über die Bedeutung von Entwicklung und Produktion in der Industrie sowie komplexe Sachverhalte aus Technik und Wissenschaft. Obgleich inhaltlich anspruchsvoll, waren die Texte allgemeinverständlich geschrieben und zogen die Leser in ihren Bann. Hinzu kamen Artikel über aktuelle Themen aus Kunst, Architektur, Soziologie, Wirtschaft, Städteplanung, Literatur, Kino und Popkultur. 

Im Pirelli Magazin begegneten sich Geschäftsleute und bedeutende italienische Persönlichkeiten aus den Bereichen Wissenschaft, Kultur, Kunst. Über zwei Jahrzehnte bildete das Magazin eine Plattform für tiefgründige kulturelle Debatten. Namhafte Autoren schrieben exklusive Beiträge für das Magazin, darunter Dino Buzzati, Italo Calvino, Umberto Eco, Giulio Carlo Argan, Arrigo Levi, Gillo Dorfles, Eugenio Montale, Enzo Biagi, Salvatore Quasimodo, Elio Vittorini und Fernanda Pivano. Die Relevanz der Inhalte sowie die stilvoll gestalteten Werbeanzeigen des Magazins trugen maßgeblich dazu bei, das Image von Pirelli als ein führendes und zukunftsorientiertes Industrie-Unternehmen nachhaltig zu prägen.

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