Immer häufiger findet man im Handel Reifen, die im Bereich der Flankenverstärkung einen Pfeil aufweisen. Wozu dient dieser?
In den letzten Jahren wurden Produkte mit diesem Merkmal auf den Markt gebracht.
Es handelt sich um spezifische Reifen für die Antriebsachse und der Pfeil zeigt die bevorzugte Laufrichtung an.
Während der Montage ist daher darauf zu achten und zu überprüfen, ob diese Markierung vorliegt. Sollte dies der Fall sein, ist diese zu berücksichtigen, um die Angabe des Herstellers einzuhalten.
Auf diese Weise haben die Konstrukteure versucht, die Leistungen zu optimieren.
Da eine bestimmte Laufrichtung bevorzugt wird, konnten die Merkmale Geräuschlosigkeit, Traktionsvermögen, Abrollwiderstand und gleichmäßige Abnutzung verbessert werden. In der Praxis „arbeitet“ der Reifen, falls man den Hinweis nicht befolgt, unter einer nicht optimalen Bedingung und könnte die oben aufgeführten Merkmale sogar wesentlich verschlechtern.
Haben die Luftventile alle die gleichen technischen Eigenschaften?
Es ist vorauszusetzen, dass es im Handel viele Arten von Ventilen gibt und jedes entsprechend seinem Einsatzzweck entwickelt wurde. Als erstes raten wir zur Überprüfung der Kennzeichnung der Klasse, die gewöhnlich auf dem Stiel oder auf der Basis des Ventils zu finden ist. Beginnt der Code mit V3, handelt es sich um spezifische Ventile für den Einsatz in Nutzfahrzeugen, V1 bezeichnet die Ventile für Räder und Motorräder, V2 die für Personenkraftwagen. Es gibt jedoch Fälle, in denen Ventile anderer Klassen verwendet werden (für gewöhnlich, wenn besondere Reifendrucke gewünscht sind). Für schwere Nutzfahrzeuge gibt es je nach Abmessung des Reifens, der Felge und der Ventilöffnung grundsätzlich Ventile mit 2 Höchstdruckpegeln (1050 kPa und 1400 kPa).
Es ist wichtig, den ordnungsgemäßen Betrieb der Ventile regelmäßig zu überprüfen.
Die einfachste Methode besteht darin, die Spitze und die Basis des Ventils mit Wasser und Seife zu befeuchten.
Bilden sich Bläschen, könnte es nötig sein, den Ventilmechanismus (mittels eines speziellen Werkzeugs) anziehen zu lassen oder den Anzug des Ventils an der Felge mit dem korrekten Anzugsmoment zu überprüfen. Dauert der Luftverlust an, wird empfohlen, das Ganze von einem Fachmann überprüfen zu lassen. Für die ordnungsgemäße Reifendruckkontrolle wird die Verwendung der entsprechenden Verlängerungsschläuche (für innenliegende Reifen bei Doppelbereifung) und zum Schutz des Ventilmechanismus vor Schmutz und Staub die Anbringung von Ventilkappen empfohlen.
Was bedeutet der Schriftzug FRT auf einigen Anhängerreifen?
Der Schriftzug FRT ist auf einem Großteil der Spezialprodukte für den Einsatz auf Anhängern bzw. Sattelanhängern zu finden. Von Gesetz wegen werden mit der Kennzeichnung FRT Produkte angezeigt, die keine Antriebsachsen und vordere Lenkachsen der Fahrzeuge bestücken dürfen, sondern auf allen Achsen eines Hängers bzw.
Sattelaufliegers und auf eventuellen zusätzlichen Achsen eines Fahrzeugs montiert werden können.
Es handelt sich um besonders robuste Erzeugnisse (der Last-Index ist gewöhnlich höher als der von gewöhnlichen Erzeugnissen), die extra entwickelt wurden, um den hohen Beanspruchungen des Einsatzes auf Anhängern standzuhalten, wie: Schleifen, seitlicher Druck und hohe Lasten. Aus diesem Grund werden eventuelle Laufeigenschaften geopfert und auch der Geschwindigkeitscode ist auf den Einsatz auf Anhängern beschränkt.
Von der Montage von FRT-Produkten auf Antriebsachsen und vordere Lenkachsen eines Fahrzeug ist daher technisch abgeraten und sie ist strafrechtlich verfolgbar.
Lässt sich das Herstellungsdatum eines Reifens feststellen?
Es ist eine Kennzeichnung vorgesehen, die Aufschluss über das Herstellungsdatum des Produkts gibt. Im Sinne der geltenden Gesetzgebung muss im unteren Bereich der Seitenwand des Reifens bzw.
dem Bereich, der der Felge am nächsten ist, eine Beschriftung am Ende einer Reihe von Codes vorhanden sein, die sich aus vier Ziffern zusammensetzt (Reifen, die nach dem Jahr 2000 gebaut wurden).
Die ersten beiden Ziffern geben die Herstellungswoche wieder, die letzten beiden hingegen das Jahr. Bei der Ziffer 2009 entspricht das Herstellungsdatum somit der 20. Woche des Jahres 2009.
Das Laufflächendesign der Reifen an Anhängern/Sattelaufliegern für den Straßeneinsatz weist immer Längsrillen (gestreift) auf. Gibt es dafür einen
technischen Grund?
Der Einsatz an Anhängern/Sattelaufliegern bedarf unterschiedlicher Leistungen im Vergleich zu den an der Lenkachse montierten Produkten oder dem Motor eines Nutzfahrzeugs. Daraus resultiert die Tendenz, spezifische Reifen herzustellen, die sich in Größe und Struktur unterscheiden. Die spezifischen Eigenschaften des Laufflächendesigns sind so konzipiert, dass die Kilometerleistung, die seitliche Spurhaltung und die gleichmäßige Abnutzung sowie der Rollwiderstand und der Bremsvorgang optimiert werden.
Bei der Verwendung an Anhängern/Sattelaufliegern wirken zumeist seitliche Kräfte ein, die einen hohen Abrieb am Boden hervorrufen.
Die Planer haben dadurch festgestellt, dass das Längsrillen-Design den richtigen Kompromiss darstellt, um leistungsspezifische Ziele zu erreichen. Das System Zugmaschine + Sattelauflieger oder Zugmaschine + Anhänger ist so konzipiert, dass eine Verteilung der Bremskraft gegeben ist, bei der das gezogene Fahrzeug etwas früher bremst. Wenn ein Querrillendesign zur Anwendung käme, würde der Reifen bei einem Bremsvorgang auf unebener Fahrbahn (z. B. Unebenheiten durch Schachtdeckel) zwar nicht rutschen, jedoch würde das Risiko entstehen, dass der Stollen einreißt.
Immer öfter ist der Seitenwandbereich von Reifen für Nutzfahrzeuge mit dem Begriff REGROOVABLE gekennzeichnet. Was bedeutet das?
REGROOVABLE bedeutet, dass die Konzipierung des Reifens ein Nachschneiden vorsieht. Hierbei wird bei einem abgenutzten Reifen die Funktion des Laufflächenprofils durch das Vertiefen der Profilrillen mit Hilfe einer spezifischen Vorrichtung wiederhergestellt, was aber nur von qualifizierten Fachkräften vorgenommen werden darf.
Die Reifenhersteller stellen Anweisungen mit den empfohlenen Werten in Bezug auf die Nachschneidbreite und die maximale Gummidicke zur Verfügung, die von der Rillenbasis entfernt werden darf.
Die Reifen, die diesem Vorgang unterzogen werden, sind natürlich im Vorfeld zu prüfen. Das Nachschneiden eignet sich nicht, wenn die Lauffläche Risse und Schnitte aufweist oder brüchig ist.
Das Nachschneiden der Lauffläche ermöglicht es, die potenzielle Kilometerleistung des Produkts unter sicheren Bedingungen zu verlängern und hat insbesondere beim Einsatz auf Straßen keinen Einfluss auf eine etwaige Erneuerung.
Welche Funktion haben die Lamellen im Profil der Lauffläche?
Die Lamellen der Lauffläche sind sehr wichtig, wenn man die bestmögliche Leistung mit einem Reifen erzielen will.
Deshalb widmet Pirelli bei der Planung von Laufflächen ein Großteil der Zeit der Untersuchung der Lamellen.
Im Wesentlichen können mindestens 3 Funktionstypen festgelegt werden:
1) Den gleichmäßigen Abrieb fördernde Lamellen, sie optimieren die Auflagefläche des Reifens, verteilen den Kontaktdruck auf den Boden bestmöglich und werden dort angelegt, wo geringere Steifigkeit der Wulste oder Rippen gewünscht wird, außerdem ermöglichen sie durch größere lokale Beweglichkeit der Lauffläche eine bessere Abstufung der einwirkenden Kräfte.
2) Lamellen für die Verbesserung von Traktion oder Nasshaftung, sie verbessern Seitenhaftung und/oder Traktion/Bremsfähigkeit des Reifens. Ausgewogenheit zwischen der Menge der aufzubringenden Lamellen abhängig vom Gebrauch und der physikalisch-mechanischen Eigenschaften der eingesetzten Laufflächenmischung ist wichtig.
So fehlen Lamellen z.B. bei On/Off Laufflächenzeichnungen praktisch ganz oder werden so weit wie möglich vermieden, um einen schlechteren Reißwiderstand zu vermeiden. Bei Regen ist wichtig, dass die Lamellen den sich auf dem Asphalt bildenden Wasserschleier teilen, bei Schnee nehmen sie ihn auf und verringern durch Schnee-auf-Schnee-Kontakt die Schlittergefahr.
3) Bei Lamellen für Akustik/Ästhetik handelt es sich um Differenzierungselemente, die dem künftigen Nutzer durch ihren optischen Eindruck die Leistungen und speziellen Eigenschaften des Produkts verdeutlichen sollen. Ihre Funktion ist aber nicht allein mit dem Design verbunden. In der letzten Zeit haben sie auch im Zusammenhang mit den Lärmbestimmungen große Bedeutung bekommen. So werden Lamellen auch zur Veränderung der von neuen Reifen hervorgebrachten Frequenzen und zur Dämpfung der für das menschliche Gehör unangenehmsten Frequenzen eingesetzt.
Gibt es Winterreifen für schwere Lkw?
Die gültige Regelung ermöglicht bei Reifen die Differenzierung zwischen „Standard“ und „Winter“, mit der spezifischen Kennzeichnung M+S (möglich und gültig auch MS oder M&S, M/S, M-S) was für “Mud and Snow”, also für Schlamm und Schnee steht.
Durch eine europäische Verordnung wurde die Gleichwertigkeit zwischen mit M+S gekennzeichneten Reifen und Schneeketten festgelegt. Die besten Hersteller von Reifen für mittlere/schwere Fahrzeuge haben trotzdem in ihren Katalogen immer auch spezielle Produkte für diejenigen, die häufig auf Temperaturen von weniger als –5° C und starken Schneefall stoßen. In diesen Fällen setzen alle Hersteller unterschiedliche Systeme ein, um die Besonderheit ihrer Produkte mitzuteilen, normalerweise wird aber auf der Reifenwand eine stilisierte Schneeflocke angebracht.Die Laufflächenzeichnung eines speziellen Reifen für diese Fälle ist leicht zu erkennen, sie zeichnet sich durch enge Lamellen aus, seine Breite hängt vom angesetzten Planungstyp ab (spezifisch für Neuschnee, gemischten oder kompakten Schnee usw.).
Können Tubetype-Reifen (z. B. Verbindung 20“) auch als Tubeless (schlauchlos) montiert werden?
Von der Montage eines als Tubetype gekennzeichneten Reifens ohne Schlauch und Schoner wird lebhaft abgeraten. Die Mischung (Liner) dieser Art von Reifen garantiert aufgrund ihrer Stärke und Zusammensetzung keine Luftundurchlässigkeit, was dazu führen kann, dass Luft durch die Karkasse dringt und schwerwiegende Defekte auftreten.
Es gibt aber Reifen mit Verbindung 20“ oder 24“, die als Tubeless gekennzeichnet sind.
Diese Produkte richten sich an Marktnischen (z.B. Militärlieferungen), sind eigens für den Einsatz mit Runflat/Bead Lock Vorrichtungen entwickelt und nicht mit dem Schlauch vereinbar. Sind diese Zubehörvorrichtungen nicht notwendig, ist eine eventuelle Montage mit Schlauch normalerweise möglich (dabei immer den Angaben des Herstellers folgen), wenn eine spezifische ausbaubare Felge mit feststehendem Ventil und Dichtung verwendet wird (mit rundem oder dreieckigem Querschnitt).
Warum ist der richtige Reifendruck so wichtig und wie häufig sollte er kontrolliert werden?
Reifendruckwerte bleiben im Verlauf der Zeit nicht konstant sondern tendieren aufgrund vieler Faktoren dazu abzunehmen. Der richtige Druck ist aber für die Sicherheit, Leistung und Lebensdauer der Reifen wesentlich.
Unzureichender Reifendruck ruft Überhitzung und damit die Beschädigung des Reifens hervor, was zu verminderter Fahrsicherheit und unregelmäßiger Abnutzung führt, die wiederum die Kilometerleistung des Reifens verringern. Zu großer Druck führt dagegen zur Leistungsabnahme, weil sich der Kontaktbereich zwischen Reifen und Straße verringert, mit entsprechend verschlechtertem Fahrkomfort und niedriger Kilometerleistung.
Der Druck sollte mindestens einmal im Monat bei kalten Reifen kontrolliert und eventuell auf die korrekten Werte gebracht werden, dabei den Ersatzreifen nicht vergessen.
Wann müssen Reifen gewechselt werden?
Die Fahrsicherheit, besonders unter ungünstigen Fahrbedingungen, hängt ebenfalls von zahlreichen Faktoren ab, die Profiltiefe spielt dabei eine besonders wesentliche Rolle. Die Nasshaftung nimmt proportional zur Profiltiefe ab.
Das Profil darf nie unterhalb der gültigen gesetzlichen Vorgaben liegen (in Europa z.B. liegt der Mindestwert bei 1,6 mm), deshalb befinden sich auf dem Reifen Verschleißindikatoren (TWI genannt), die auf das Erreichen dieses Limits hinweisen. Um innerhalb der Sicherheitsgrenzen zu bleiben empfiehlt es sich aber die Reifen dann zu wechseln, wenn sich die Lauffläche 3 mm nähert.
Warum nutzen Reifen manchmal unregelmäßig ab?
Die unregelmäßige Abnutzung der Reifen lässt sich auf eine oder mehrere mechanische und geometrische, außerhalb der Toleranzwerte liegende Komponenten des Fahrzeugs (Konvergenz, Radsturz, abgenutzte Stoßdämpfer oder solche, bei denen Luft entweicht usw.) und/oder auf einen falschen Luftdruck zurückführen. Wenn diese Erscheinung einmal aufgetreten ist, lässt sie sich nur schwer anhalten, es ist aber möglich ihr Voranschreiten zu verzögern, indem die optimalen Bedingungen wieder hergestellt werden. Es gibt auch eine für die Antriebsachse typische Laufflächenabnutzung (hohe Leistung/Drehmoment oder Einsatz eines Retardersystems), die sich durch die Tiefe der Rillen auszeichnet und die dazu tendiert proportional zur Abnutzung der Lauffläche abzunehmen.
Welche wesentlichen Komponenten werden für die Herstellung eines Lkw-Reifens verwendet?
Grundelement der verwendeten Mischungen ist natürlich Kautschuk, von dem es verschiedene Arten gibt. Nur einige weisen für die Reifenherstellung geeignete Eigenschaften auf. Der Kautschuk wird hauptsächlich durch Karbonschwarz (bzw. synthetischer Ruß) verstärkt, auch in diesem Fall kann man abhängig von der Quantität und der Partikelabmessungen (mehr oder weniger große Körnung) unterschiedliche Leistungsergebnisse erhalten.
Es gibt z.B. Ruße, die verwendet werden, um eine höhere Kilometerleistung zu erzielen, andere erhöhen beachtlich die Abnutzungsresistenz, deshalb können in einem Reifen bis zu ca.
15 verschiedene Mischungen eingesetzt werden, je nach Funktion und Lage innerhalb des Produktes.
Der strukturelle Teil eines Lkw-Reifens besteht heutzutage aus Metall (Stahlgürteln mit unterschiedlichen Durchmessern), die als "Rahmen" dienen, auf den die Mischungen aufgetragen werden, bis er vollkommen bedeckt ist. Bei einem Lkw-Reifen kann das Metall mehr als 20% des Gesamtgewichts eines Reifenmantels ausmachen.
Auf den Flanken der Reifen für Industriefahrzeuge befindet sich eine aus einer Nummer und den Buchstaben P.R. bestehende Markierung.
Wofür steht sie?
Es handelt sich dabei um eine in Europa überholte, auf alte Standards bezogene Markierung, als Reifenkarkassen noch vom “konventionellen” Typ waren, also aus überlagernden Textilschichten bestanden. P.R. steht für Ply Rating (Anzahl der Gewebeschichten) und ist eine Angabe für die Belastungs-/Widerstandsfähigkeit des Reifens, hat aber nichts mehr mit dem aktuellen System zu tun, das auf dem Load Index (Tragfähigkeitsindex) basiert.
In Lateinamerika und Afrika gibt es noch solche konventionellen Reifen und diese Markierung wird vom Markt gefordert, auch bei Produkten mit Metallspeichen (normalerweise befindet sie sich in der Nähe des Load Index), deshalb neigen die Reifenhersteller dazu diese Angabe beizubehalten.
Aber auch wenn sie weggelassen wird, kann man immer noch eine ähnliche Angabe bei der zusätzlichen DOT-Markierung (wenn vorhanden) finden, die für den nordamerikanischen Markt gedacht ist, denn hier gibt es einen L.R. (Load Range) genannten Index mit einem Buchstaben von A (mindestens) bis N (höchstens) und mit Hilfe einer Konversionstabelle kann man dann den P.R. des Reifens ermitteln. So entspricht z.B. L.R. G einem 14 P.R.
Müssen alle für den Verkauf innerhalb Europas zugelassene Reifen die Markierung E3 auf der Felge haben?
Die Zahl hinter dem Buchstaben ist der Nummerncode des Landes, welche die Zulassung ausgestellt hat, so steht z.B. die 3 für Italien.
Markierungen mit anderen Nummern, wie z.B. 4 für die Niederlanden und 1 für Deutschland, sind auch gültig.
Dabei muss darauf hingewiesen werden, dass die für den europäischen Markt (27 Länder) bestimmten Reifen sowohl die Markierung tragen müssen, die auf die Vorschrift ECE 54 (ein eingekreistes "E", gefolgt von einer Nummer) hinweist, als auch die für Richtlinie 2001/43 EC zur Lärmentwicklung (in ein Rechteck eingetragenes "e", gefolgt von einer Nummer).
Ist im Größen-Code eines Reifens immer die technische Serie angegeben?
Normalerweise wird bei den Größen jüngster Generation, d.h. mit in Millimetern ausgedrückter Querschnittsnennbreite, die technische Serie immer nach dem Symbol „/“ angegeben (z.B. 315/80 R 22.5). Es handelt sich dabei um einen Prozentwert, der sich aus der Querschnittsbreite des aufgepumpten Reifens und der Querschnittshöhe ergibt (Abstand zwischen der Basis des Wulstes und der Oberkante der Lauffläche).
Bei einigen Standardgrößen, bei denen der Reifenquerschnitt noch in Zoll angegeben wird, ist sie nicht immer vorhanden, bzw. gut erkennbar.
Bei der Größe 12.00 R 20 steht die Nummer 12 für den Nennquerschnitt, während 00 die technische Serie angibt, die normalerweise als Serie 100 bekannt ist (um es genau zu sagen liegt der Prozentwert bei Radialreifen bei 98%).
Ebenfalls bei den in Zoll angegebenen Größen haben wir z.B. die 13 R 22.5, bei der die Serie nicht angegeben wird. In diesen Fällen sieht man sie normalerweise als Serie 90 an, auch wenn das Verhältnis technisch bei ca. 85% liegt.
Was versteht man bei einem Fahrzeug unter 6x4?
Bei der Angabe 6x4 steht die erste Nummer für die Anzahl der Naben (die Achsenden, an denen die Räder angebracht sind), die insgesamt bei einem Motorfahrzeug vorhanden sind, während die zweite Nummer für die Anzahl an Naben steht, die Leistung übertragen können.
Mit diesem System sind Fahrzeuge mit Allradantrieb leicht erkennbar, die 4x4, 6x6, 8x8, 10x10 usw. sein können, während es sich bei einem 6x4 um ein Fahrzeug mit 3 Achsen (6 Naben) und nur 2 Motorachsen handelt (4 Naben).
Bei dieser Art von Klassifizierung ist aber nicht zu erkennen, ob die Fahrzeugkonfiguration eine Doppelbereifung vorsieht, oder ob es sich um Lenkachsen handelt.
Was versteht man unter dem Rollwiderstand eines Reifens?
Es gibt in der Natur Kräfte, die gegen die Bewegung eines Fahrzeugs wirken, darunter die Tendenz des Reifens der Rollbewegung zu widerstehen, wobei er sich deformiert und Energie aufnimmt, die in Form von Wärme wieder abgegeben wird. Die Verformung des Reifens wird durch zahlreiche Variablen bestimmt, darunter: Druck, angewendete Belastung, Strukturtyp, Abmessung (Durchmesser und Breite der Lauffläche) und zuletzt die Menge und Eigenschaften der zur Produktion verwendeten Materialien (insbesondere die der Mischungen).
Alle o.g. Parameter werden während der Planungsphase auf die Leistungen abgestimmt, die vom Produkt gefordert werden, während Kontrolle des Reifendrucks und der ausgeübten Belastung dem Endanwender unterstehen.
Der Rollwiderstand wird häufig mit einbezogen, wenn es um den Kraftstoffverbrauch geht.
Tatsächlich kann der Reifen bei einem auf gerader Linie mit der gesetzlich vorgesehenen Höchstgeschwindigkeit bis zu einem Drittel des Kraftstoffverbrauchs ausmachen.