
IN DER KALTEN JAHRESZEIT…
Die Winterkollektion von Pirelli umfasst verschiedene Reifen für Klein- und Mittelklassewagen, prestigeträchtige Supersportwagen hin zu Fahrzeugen mit Allradantrieb bei Extrembedingungen.
SNOWCONTROL Serie II
Entwickelt für Klein- und Kompaktwagen, bietet dieser Reifen Grip, Sicherheit und Fahrspaß bei mäßigen bis extremen Winterverhältnissen.
WINTER SOTTOZERO Serie II
Die richtige Wahl für Supersportwagen und Fahrzeuge der Spitzenklasse. Hervorragende Spurtreue bei Schnee und Nässe.
SCORPION ICE & SNOW
Für leistungsstarke, moderne SUV. Ideal für die Straße, zeichnet sich dieser Reifen durch sein aggressives und effizientes Reifenprofil aus, das für optimales Beschleunigen und Handling auf trockener und nasser Fahrbahn sorgt.

Nicht nur bei Schnee
„Ich fahre ja nur in der Stadt…“, „Dieses Jahr wird sowieso nicht viel Schnee fallen…“, „Ich fahre langsam…“ sind die üblichen Ausreden, um keine Winterreifen zu montieren. Wenige wissen aber, dass sogar die besten Sommerreifen bei einer Temperatur von 7 °C oder weniger ihren Grip einbüßen, was sowohl die Stabilität als auch Bremsleistung beeinträchtigt.
Winterreifen sollten für das zuverlässige Fahren bei jedem Wetter im Herbst montiert werden, wodurch sich die Montage von Schneeketten erübrigt. Aus spezifischen und für geringe Temperaturen abgestimmten Mischungen gefertigt, weisen Winterreifen ein spezielles Reifenprofil auf, das dem Aquaplaningrisiko entgegenwirkt. Dies sorgt auch bei Schnee für Beschleunigung und Sicherheit und reduziert den Bremsweg beträchtlich: im Vergleich zu Sommerreifen -10 % bei Regen und tiefen Temperaturen, -20 % bei Schnee.
Italienische Fahrer und Insider bezeichnen diese Reifen auch als Thermo- oder Kaltwetterreifen, auf Deutsch heißen sie schlicht und einfach Winterreifen. Sie sind an der Flanke mit der Abkürzung M+S (Mud & Snow) und einem Symbol versehen, das einen Berg mit einer Schneeflocke zeigt.















In diesem Abschnitt geben Techniker von Pirelli nützliche Tipps, damit Sie betreffend Leistung und Sicherheit das Beste aus Ihren Winterreifen herausholen.
Sanftes Fahren
Beim Fahren scharfes Beschleunigen, brüske Richtungsänderungen und das Bremsen vermeiden, um dem Beschleunigungsverlust bei Schnee oder Eis auf ein Minimum zu reduzieren.
Alle Winterreifen abgleichen
Für optimale Leistung und Sicherheit ist es wesentlich, dass alle vier Reifen identisch sind. Verwenden Sie immer vier Winterreifen derselben Marke mit identischen baulichen Merkmalen. Die Reifen einer Achse sollen die gleiche Größe, dieselben Verwendungsmerkmale, Reifenprofile und Abnutzungseigenschaften aufweisen. Reifen mit Spikes müssen, sofern zulässig, auf alle vier Felgen montiert werden. Informationen über die Tragfähigkeit und Geschwindigkeitskategorie der zu verwendenden Reifen sind in der Fahrzeuganleitung zu finden.
Reifendruck regelmäßig prüfen
Den Luftdruck der Reifen in kaltem Zustand regelmäßig prüfen und ggf. anpassen. Die vom Fahrzeughersteller angegebenen Druckwerte einhalten. Wir weisen darauf hin, dass sich der Druck je nach Außentemperatur ändert. Ein Druck von 2,0 Bar, gemessen bei einer Temperatur von +20 °C, fällt bei einer Temperatur von -5 °C auf 1,74 Bar ab und bei einer Temperatur von -20 °C auf 1,59 Bar (Differenz von 20 %).
Geschwindigkeitsgrenze prüfen
Achten Sie auf die Geschwindigkeitsgrenze, die auf der Seitenwand des Reifens angegeben ist. Das Fahrzeug kann optional mit Reifen einer geringeren Kategorie als vorgeschrieben bereift sein, wodurch die Geschwindigkeit angepasst wird. In diesem Fall schreiben die EU-Vorschriften vor, dass die Geschwindigkeitsreduzierung auf einem Etikett aufgeführt sein muss, das sich im Fahrzeuginneren befindet (auf der Windschutzscheibe oder dem Armaturenbrett, damit der Fahrer es immer sieht).
Profil häufig prüfen
Die Leistung von Winterreifen ist bis zu einer Profiltiefe von 4 mm gewährleistet. Unter diesem Wert eignen sich Reifen nicht mehr für den Winter, können aber als Sommerreifen zum Einsatz kommen, bis sie die minimal zulässige Profiltiefe von 1,6 mm erreicht haben.
Sorgfältiges Lagern
Bei Nichtverwendung sollten die aufgepumpten Winterreifen vorzugsweise auf den Felgen belassen werden. Druck regelmäßig prüfen. Reifen ohne Felgen auf die Seite drehen und auf diese Weise stapeln. Ein Stapel sollte nicht mehr als vier Reifen enthalten, damit sie sich durch ihr Gewicht nicht verformen.
Die Winterreifen in korrekter Richtung alle 10.000/12.000 km rotieren.

WAS IM HERBST ZU BEACHTEN IST
Wechseln Sie die Sommer- gegen Winterreifen aus.
Füllen Sie Frostschutzmittel in Ihre Kühlanlage (50 % Wasser, 50 % Frostschutzmittel).
Prüfen Sie die Funktionstüchtigkeit Ihrer Bremsen.

Prüfen Sie die Reinigungsflüssigkeit der Windschutzscheibe und geben Sie ggf. Frostschutzmittel hinzu. Es muss möglich sein, die Windschutzscheibe jederzeit zu reinigen, wenn das Fahrzeug beispielsweise durch Spritzwasser der vorausfahrenden Fahrzeuge verschmutzt wird.
Prüfen Sie Ihre Lichtanlage, um auf eingeschränkte Sichtverhältnisse im Winter vorbereitet zu sein.

Sieben Antworten verraten Ihnen mehr …
Unter 7 °C, die durchschnittliche Temperatur in den Monaten zwischen Oktober und März, haben Winterreifen auf den Straßen einen vergleichsweise deutlich besseren Grip als Sommerreifen. Sommerreifen haben eine spezielle Mischung, die in den kalten Monaten hart wird, was den Grip, das Beschleunigen und die Bremsfähigkeit beeinträchtigt.
Es stimmt zwar, dass Sie zwei Reifensets kaufen müssen (Sommer und Winter), aber wenn die Winterreifen montiert sind, können die Sommerreifen „ruhen“ und für die Gewährleistung der Sicherheit bei den Wetterbedingungen in den wärmeren Monaten wieder zum Einsatz kommen.
Die Konzipierung von Winterreifen sieht ausgezeichnete Performance bei Temperaturen unter 7 °C vor. Im Sommer nutzt sich die spezifische Wintermischung, die deutlich weicher ist, schneller ab, und verliert somit an Leistung und vor allem an Sicherheit.
Winterreifen sind so konzipiert, dass sie bei Schnee aktiv ansprechen und bieten im Vergleich zu Sommerreifen während der gesamten kalten Jahreszeit optimale Performance auf trockener und nasser Fahrbahn. Das spezielle Reifenprofil reduziert das Aquaplaningrisiko im Vergleich zu Sommerreifen deutlich.
Nein, hiervon wird dringend abgeraten. Wenn Winterreifen eines Fahrzeugs mit Vorderantrieb nur an den Vorderachsen montiert sind, besteht das Risiko, die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren. Hat das Fahrzeug einen Hinterradantrieb und die Winterreifen werden nur an den Hinterachsen montiert, besteht beim Kurvenfahren das Risiko, die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren. Wenn die Winterreifen an die nicht angetriebene Achse montiert werden, ist die Fortbewegung auf Eis oder schneebedeckten Fahrbahnen deutlich erschwert.
Nein! Einige Winterreifen sind sogar für Geschwindigkeiten bis zu 270 km/h (Geschwindigkeitskategorie W) vorgesehen, während Sie mit Schneeketten höchstens 50 km/h fahren dürfen. Natürlich müssen die Geschwindigkeitsbegrenzungen der Straßenverkehrsordnung eingehalten und den entsprechenden Wetterbedingungen angepasst werden.
Winterreifen reduzieren den Bremsweg auf nassen Fahrbahnen um bis zu 10 %, bei Schnee sogar bis zu 20 %. Das bedeutet, dass Sie mit Winterreifen bei unter 7 °C besser und schneller bremsen, und dadurch Ihr Fahrzeug besser kontrollieren können.
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